Die meisten Betriebe wissen ziemlich genau, was eine Stellenanzeige kostet. Ein paar hundert Euro bei einem der großen Portale, dazu die Zeit fürs Schreiben und Schalten. Diese Zahl steht in der Buchhaltung.
Was nirgends steht: Was die Stelle kostet, solange sie offen bleibt.
Die Zahl, über die keiner spricht
Eine Fachkraftstelle bleibt in Deutschland im Schnitt 224 Tage unbesetzt. Das sind siebeneinhalb Monate, in denen die Arbeit trotzdem gemacht werden muss — von den Leuten, die schon da sind.
Rechnet das einmal für euch durch. Drei offene Stellen, jede mit 3.500 € Bruttogehalt, plus rund 20 % Arbeitgeberanteil. Das sind 12.600 € an Arbeitsleistung, die euch jeden Monat fehlen. Nach vier Monaten über 50.000 €.
Und das ist vorsichtig gerechnet. Überstunden, abgelehnte Aufträge, genervte Stammbelegschaft und die nächste Anzeige sind da noch nicht drin.
Die teuerste Stelle ist die, die niemand besetzt.
Warum mehr Anzeigen das Problem nicht lösen
Der erste Reflex ist verständlich: noch eine Anzeige, noch ein Portal, vielleicht etwas mehr Gehalt. Nur konkurriert ihr damit auf genau dem Feld, auf dem der Konzern nebenan immer gewinnt.
Eine Untersuchung von Randstad aus diesem Jahr zeigt: Nur etwa die Hälfte der Beschäftigten wählt den Arbeitgeber nach dem Gehalt. Deutlich mehr entscheiden nach der Arbeitsatmosphäre.
Und jetzt die unbequeme Frage: Wie soll jemand eure Arbeitsatmosphäre in einer Stellenanzeige erkennen? Aus „familiäres Betriebsklima" und „flache Hierarchien"? Das steht in jeder zweiten Anzeige, auch bei denen, wo es nicht stimmt.
Was Bewerber wirklich wissen wollen
Wer sich bewirbt, stellt sich eine einzige Frage: Wie ist es, dort zu arbeiten?
Wer sind die Leute, mit denen ich jeden Tag zu tun habe? Wie sieht die Werkstatt, die Halle, das Büro aus? Redet der Chef mit den Leuten oder über sie? Kann ich mir vorstellen, morgens dorthin zu fahren?
Auf keine dieser Fragen antwortet eine Anzeige. Ein Film schon — vorausgesetzt, es sind eure eigenen Leute, die reden, und nicht Models aus einer Bilddatenbank.
Ein Drehtag, viele Antworten
Aus einem Drehtag bei euch im Betrieb entstehen bis zu zehn kurze Videos im Hochformat. Drei bis fünf Mitarbeitende erzählen, wie sie zu euch gekommen sind und was sie hält. Dazwischen: echte Arbeit, echte Maschinen, echte Kollegen.
Diese Videos laufen dann dort, wo Bewerber ohnehin sind — auf der Karriereseite, in der Stellenanzeige, auf Instagram und TikTok. Bei Azubis ist das inzwischen der einzige Kanal, der zählt: Die schauen kein Amtsblatt, die scrollen.
Was ein Film nicht kann
Damit wir uns richtig verstehen: Ein Recruiting-Video repariert keine schlechte Führung und gleicht kein Gehalt aus, das 20 % unter Markt liegt. Wenn Leute bei euch kündigen, weil es Gründe gibt, macht ein Film diese Gründe nur sichtbarer.
Ein Film macht sichtbar, was schon da ist. Wenn bei euch etwas Gutes passiert, das von außen niemand sehen kann, dann ist das genau der Fall, in dem er sich rechnet.
Rechnet es selbst nach
Auf meiner Startseite steht ein kleiner Rechner. Ihr tragt ein, wie viele Stellen offen sind, seit wann und mit welchem Gehalt. Er zeigt euch, was euch die Vakanz bisher gekostet hat.
Vergleicht diese Zahl mit dem, was eine Videoproduktion kostet. In den meisten Fällen beantwortet sich die Frage nach dem Budget dann von selbst.
